
Viele Menschen scheuen erst einmal den Weg ins Leihhaus, aber in Krisenzeiten erleben solche Einrichtungen einen regelrechten Boom. Während Banken bei der Kreditvergabe immer restriktiver vorgehen und immer höhere Hürden aufstellen, ist es in einem Leihhaus recht einfach, ein Darlehen zu erhalten.
In einem Leihhaus muss man seine Kreditwürdigkeit nicht anhand einer Schufa-Auskunft oder Einkommensnachweisen belegen, denn hier wird der Kredit gegen Annahme von Wertgegenständen gewährt. Folglich hinterlässt man im Leihhaus einen Wertgegenstand und erhält im Gegenzug ein Darlehen in Höhe von 25 bis 50 Prozent des aktuellen Wertes. Bei dem auf diese Art und Weise gewährten Darlehen handelt es sich um einen sogenannten Pfandkredit.
Wer mit Schufa-Problemen zu kämpfen hat, hat bei Banken für gewöhnlich keine Chance auf ein reguläres Darlehen und greift aus diesem Grund nicht selten auf einen Kredit ohne Schufa zurück. Eine derartige Finanzierung zeichnet sich jedoch häufig durch überteuerte Konditionen aus und ist zudem mitunter schwer erhältlich. Pfandkredite erweisen sich hier als ideale Alternative, schließlich existieren Leihhäuser in jeder größeren Stadt, wie zum Beispiel Hamburg, Berlin oder Düsseldorf. Indem man einen Wertgegenstand als Pfand hinterlässt, muss man seine Kreditwürdigkeit nicht anderweitig nachweisen und erhält somit vollkommen unkompliziert und unbürokratisch ein Darlehen.
Verbraucher, die einen Pfandkredit in Anspruch nehmen, müssen aber stets bedenken, dass dieser nur eine begrenzte Laufzeit aufweist. Wird der betreffende Gegenstand nach Ablauf der Laufzeit nicht wieder eingelöst, hat das Leihhaus das Recht, diesen im Rahmen einer Auktion zu verwerten und das Darlehen auf diese Art und Weise zu tilgen.
